Die Welt ist laut. Sie zieht an Dir, fordert Dich, bindet Deine Aufmerksamkeit an tausend Dinge gleichzeitig. Aufgaben, Termine, Nachrichten, Bilder, Unterhaltung. Vieles davon geschieht wie selbstverständlich, fast unbemerkt. Und während alles in Bewegung bleibt, geht etwas verloren, das keinen Lärm macht und sich nicht aufdrängt.
Stille.
In permanenter Bewegung kann nichts wirklich zu sich finden. Es entstehen keine neuen Perspektiven, sondern vor allem weitere Impulse, Reaktionen und Aktivität. Was fehlt, ist Raum. Raum, um einfach da zu sein. Raum, um das eigene Dasein wieder zu spüren, ohne Ziel, ohne Aufgabe, ohne Anspruch. Von dort aus kann sich etwas ordnen, ganz von selbst.
Ab dem 27. Januar öffne ich für vier Wochen einen stillen Raum per Zoom.
Dienstags von 20:30 bis 21:00 Uhr und samstags von 10:00 bis 10:30 Uhr kannst Du Dich in diesen Raum einklinken.
Der Ablauf ist bewusst schlicht. Du loggst Dich fünf Minuten vorher ein. Wir beginnen pünktlich. Nach 20:30 Uhr beziehungsweise 10:00 Uhr ist kein späteres Dazukommen mehr möglich. Die Kamera kannst Du anlassen oder ausschalten, ganz wie es für Dich stimmig ist. Zu Beginn sage ich zwei kurze Sätze zum Ablauf. Danach sitzen wir 30 Minuten gemeinsam in Stille. Dann endet der Raum. Es gibt keinen Austausch, keine Erwartungen, keine Verpflichtung. Nur Stille.
Dieser Raum ist ein Selbsterforschungsraum. Du kannst wahrnehmen, wie laut es in Dir wird, wenn es im Außen still wird. Wie gut Du damit sein kannst. Wann Unruhe auftaucht, wann es Dir zu lang wird, wann der Impuls entsteht, etwas zu tun oder den Raum zu verlassen. Vielleicht erlebst Du diese halbe Stunde auch als Geschenk. Als bewusste Zeit nur für Dich. Ein Ort, der Dich durch reines Dasein wieder näher zu Dir selbst führt. Ohne Technik, ohne Methode, ohne etwas leisten zu müssen.
Wenige Menschen halten Stille wirklich aus. Vielleicht entdeckst Du in ihr eine neue Möglichkeit in Dir.
Das Angebot läuft auf Spendenbasis. Du musst nichts geben. Wenn Du etwas gibst, ist es willkommen.
Alle Einnahmen spende ich am Ende der vier Wochen an die GOOD – Volxküche in Bad Windsheim.Dort entsteht aus geretteten Lebensmitteln sehr gutes veganes Essen zu einem Preis, der auch Menschen mit wenig Geld erreicht. Der Ort ist warm, familiär und offen. Ein Platz, an dem Gemeinschaft spürbar wird und Versorgung mehr bedeutet als Sattwerden. Ich unterstütze diese Initiative von Herzen gerne.
Stille für Dich. Unterstützung für andere.
Mehr braucht es nicht.